Kategorie: Pressemitteilung

Herausforderungen, Überraschungen, Lessons Learned.Unser Rückblick auf 2020

Corona kann viel, aber nicht den demografischen Wandel stoppen

So sehr Corona das öffentliche Leben lahmlegt, den demografischen Wandel hält es nicht auf. Unternehmen müssen auch jetzt aktiv um die besten Köpfe werben. Doch Executive Search ist People Business. Menschen kennenlernen, Persönlichkeiten, Kompetenzen und Potenziale einschätzen. Das können wir und dafür sind wir normalerweise rund 200 Tage im Jahr unterwegs. 2020 musste plötzlich all das aus dem Home-Office heraus funktionieren. Und das tat es. Binnen 48 Stunden war unser gesamtes Team remote arbeitsfähig. Wir sind stolz auf die Agilität und Bereitschaft, mit der sich jeder Einzelne auf die neue Situation eingelassen hat!

Kurze Projektlaufzeiten dank hoher Verfügbarkeit der Kandidaten 

Interviews per Video zu führen, ist nicht neu. In dieser Intensität hingegen schon. Gleichzeitig waren Kandidaten und Klienten nie so flexibel und verfügbar wie jetzt am heimischen Küchentisch. Bei Klienten ersetzten kurze intensive Einzelgespräche mit den Fachbereichen die „große Runde“, was sehr half, die Anforderungsprofile der Kandidaten zu schärfen. Sicher eine Lesson Learned, die wir auch in Zukunft beibehalten werden.

Das Ergebnis: deutlich kürzere Time-to-Shortlist und insgesamt hocheffiziente Projekte.  

Evidenzbasierte Persönlichkeitsdiagnostik zahlt sich aus

Seit Jahren arbeiten wir erfolgreich mit der evidenzbasierten Persönlichkeitsdiagnostik (EPD), einer wissenschaftlich basierten Methode der Gesprächsführung und Personalauswahl. Im Mittelpunkt steht die umfassende Beurteilung der Führungspersönlichkeit. Durch die EPD sind unsere Auswahlprozesse deutlich effizienter geworden und unsere Treffsicherheit erhöht. Vor allem zeigt sich, dass wir mit Hilfe der EPD die Eigenschaften, Kompetenzen und Potenziale erfassen, die jetzt besonders gefragt sind. Heute müssen Führungskräfte resilient sein, ein hohes Einfühlungsvermögen haben und ihren Mitarbeitern* Vertrauen entgegenbringen. Faktoren, die sich in der EPD wiederfinden und die wir mit Hilfe spezieller Fragetechniken herausfiltern können. Zudem sind wir während der Pandemie dazu übergegangen, viele der Interviews zu zweit zu führen: Der eine fragt und der andere beobachtet. Was vorher aus Effizienzgründen nicht möglich war, stellt sich als echter Gewinn heraus. 

2020 erfolgreichstes Jahr in 25-jähriger Firmengeschichte

2020 haben wir mehr Projekte in kürzester Zeit erfolgreich abgewickelt und Führungspositionen besetzt als je zuvor. Und wir sehen weitere Wachstumschancen, die wir nutzen wollen. Mit tatkräftiger Unterstützung unserer drei neuen Kollegen Thorsten Marquardt in München, Meltem Ay in Frankfurt und Dr. Susanna Hübner in Berlin sind wir nun bundesweit an vier Standorten vertreten.

Bei aller erfreulichen Geschäftsentwicklung war 2020 aber natürlich kein tolles Jahr. Freud und Leid liegen bekanntlich nah beieinander. Die Pandemie hat unserer Gesellschaft einiges abverlangt – und tut es noch. Als Arbeitgeber werden wir auch weiterhin herausgefordert sein, unsere Mitarbeiter* bestmöglich zu unterstützen, auch im Home-Office im engen Austausch zu bleiben und individuelle Lösungen für Doppelbelastungen wie Home-Schooling zu finden. Als Dienstleister bleibt es unsere Aufgabe, den Executive-Search-Prozess auch unter den neuen Bedingungen im Griff zu haben, unsere Klienten bestmöglich zu beraten und die passendsten Kandidaten zu präsentieren.

2020 hat uns gezeigt, dass Executive Search auch remote funktioniert! Die vergangenen Monate haben uns noch einmal deutlich gemacht, dass Vertrauen die Grundlage einer jeden Beziehung ist – ob im Privaten wie im Geschäftlichen. Wir sind gespannt, was 2021 bringt. Fest entschlossen, das Beste draus zu machen. Und wir freuen uns schon auf persönliche Begegnungen. Schließlich haben wir uns ganz bewusst für ein People Business entschieden. 

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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GET AHEAD mit Qualitätssiegel des „Headhunter of the Year“-Award im Bereich „Candidate Experience“ ausgezeichnet.

GET AHEAD mit Qualitätssiegel des „Headhunter of the Year“-Award im Bereich „Candidate Experience“ ausgezeichnet.


Hamburg. Die Executive-Search-Beratung GET AHEAD ist mit dem Qualitätssiegel des „Headhunter of the Year“-Award im Bereich „Candidate Experience“ ausgezeichnet worden.

Der „Headhunter of the Year“-Award kürt die besten Personalberatungen in Deutschland in fünf verschiedenen Kategorien: Executive Search, Best Newcomer, Candidate Experience, Client Experience und Innovation. Ziel des Awards ist es, hohe Qualität und Professionalität von Personalberatungen zu würdigen, die Vordenker herauszustellen und Innovationen in der Personalberatungsbranche zu fördern. Eine hochkarätige Expertenjury bewertet die Einreichungen für den „Headhunter of the Year“-Award. Die Mitglieder der Jury sind namhafte Vertreter aus Medien, Wissenschaft und Wirtschaft und tragen mit ihrer Erfahrung, Expertise, Kompetenz sowie den unterschiedlichen Blickwinkeln dazu bei, eine umfassende Bewertung sicherzustellen.

In der Kategorie „Candidate Experience“ werden Personalberatungen für herausragende Leistungen bei der Betreuung von Kandidaten ausgezeichnet. Die Auswahl der Personalberatungen basiert auf einer Befragung von Kandidaten zu ihren persönlichen Erfahrungen mit dem Beratungsunternehmen in fünf verschiedenen Bereichen: Erstkontakt, Passgenauigkeit, Beratungsleistung, Know-how und Professionalität.

Die Auszeichnung zeigt, dass GET AHEAD mit seinen hohen Ansprüchen an eine vertrauensvolle Ansprache, qualitativ hochwertige Interviews sowie an eine individuelle Betreuung der Kandidaten bis zur Entscheidungsfindung eine herausragende Position im Markt einnimmt. „Die Auszeichnung macht uns natürlich stolz“, kommentierte GET AHEAD Partner Marvin Siebert die Nennung. „Sie ist vor allem der hervorragenden Arbeit all unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken. Selbstverständlich arbeiten wir kontinuierlich an einer Verbesserung unserer Prozesse und wollen auch 2020 wieder vorne mit dabei sein!“

Über GET AHEAD. Executive Search

Die Personalberatung GET AHEAD ist spezialisiert auf die Besetzung von Geschäftsführungs- und Vorstandsmandaten sowie Positionen im mittleren Management. Die branchenspezialisierte Beratung unterstützt inhaber- und familiengeführte Unternehmen, internationale Konzerne sowie Portfoliounternehmen von Private Equity-Gesellschaften passfähige Führungskräfte zu finden und auszuwählen, um die Unsicherheitsfaktoren zu reduzieren und Fehlbesetzungen zu vermeiden. Mit der Methodik der evidenzbasierten Personaldiagnostik (EPD) betreibt die Beratung eine professionelle Management-Diagnostik auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse verschiedener Disziplinen.

Neben den oben genannten Schwerpunkten umfasst das Leistungsportfolio Executive Assessments, Talent Development, Interim-Management-Lösungen sowie die Unterstützung bei der Unternehmensnachfolge.

Seit dem Jahr 2015 ist das Hamburger Unternehmen exklusiver Deutschland-Partner von Friisberg & Partners International mit über 37 Büros in 25 Ländern.


Personalauswahl in der digitalen Transformation: Wie Sie die passende Führungspersönlichkeit finden

Wenngleich der gegenwärtige digitale Wandel rasant fortschreitet, so wird der Mensch doch weiter im Mittelpunkt des Handelns stehen. Dies gilt insbesondere für die Personalauswahl. Darüber herrschte Einigkeit bei Rednern und Gästen, die auf Initiative der geschäftsführenden Gesellschafter von GET AHEAD Executive Search, Alexander Matthies und Matthias Zühlke, beim Themenabend des Industrie Verband Hamburg e.V (IVH) über „HR in der digitalen Transformation“ diskutierten. Mehr als 80 Personen aus der Metropolregion Hamburg waren der Einladung des IVH und des Vorstandes Dr. Klaus-Dieter Rosenbach der Jungheinrich AG in die Zentrale in Hamburg gefolgt.

Der dynamische, digitale Wandel, veränderte Erwartungen der Generation Y und Z an ihr Arbeitsumfeld sowie an die Arbeitsbedingungen stellen Vorstände, Geschäftsführer und Personalchefs in Unternehmen vor große Herausforderungen. Zusätzlich verstärkt eine globalisierte Welt den internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe. Das bisherige Verständnis von HR im Sinne der Human Ressources müsse sich grundlegend wandeln, mahnte Dr. Jörg Knaack, Senior Advisor bei GET AHEAD Executive Search in Hamburg: „Bei HR geht es vielmehr um Human Responsibility, als Verantwortung gegenüber den Menschen, mit denen wir zusammenarbeiten und mit denen wir Zukunft gestalten möchten.“

Den Menschen als Ganzes sehen

Doch wie finden Entscheider in disruptiven Zeiten Führungskräfte, die nicht nur führen wollen, sondern es auch können? Für Dr. Knaack sind der Blick in den Lebenslauf und Assessment Center als Basis für eine Personalentscheidung überholt. „Kompetenzen gründen sich nicht nur auf Wissen und Qualifikationen. Kompetenzen stehen in erster Linie für Handlungsfähigkeiten“, sagt der renommierte Personalberater, der seit mehr als 30 Jahren Top-Führungspositionen weltweit besetzt. Hierzu zählen besonders soziale Kompetenzen wie Selbststeuerung, Kommunikationsvermögen und Entscheidungsfähigkeit sowie Potenziale wie Selbstkontrolle mit den Fähigkeiten Gewissenhaftigkeit, Selbstdisziplin und Ausdauer. Wer erkennen möchte, ob ein Kandidat für eine Position passend ist, könne dies ergänzend durch evidenzbasierte und damit valide Methoden erreichen. Ziel ist es, den Menschen als Ganzes zu betrachten. Die Evidenzbasierte Personaldiagnostik (EPD) gründet auf fünf Säulen: Beurteilung der Persönlichkeit, Kompetenzen, Potenzialindikatoren, Heuristiken sowie präventive Faktoren der Leistungsfähigkeit.

Hoher Verlust bei Fehlbesetzung

Das Konzept der EPD wird vor dem Hintergrund aktueller Berechnungen umso relevanter: Demnach kostet die Fehlbesetzung einer Führungsposition Unternehmen durchschnittlich das Zwei- bis Dreifache des Jahresgehalts. Die EPD ist ein wichtiger Schlüssel, um den Erfolg von Führungskräften vorherzusagen und Fehlbesetzungen zu vermeiden. Sie bedient sich unter anderem narrativer Methoden und dringt durch die gezielte Fragestellung geschulter Berater zum eigentlichen Kern der Persönlichkeit eines Kandidaten vor. Erst wer sie erfasst, versteht und die Antworten wissenschaftlich fundiert analysiert, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen können, ob die Führungspersönlichkeit den Aufgaben und Erwartungen des jeweiligen Unternehmens gewachsen ist. Kurzum: Ob der Kandidat erfolgreich sein wird. Die Kosten der Fehlbesetzung sollten alle Personalentscheider aufrütteln. „Wer sich vor Augen führt, dass 40 bis 50 Prozent unserer Persönlichkeit durch Gene, Epigenetik und Hirnentwicklung geprägt sind, 30 Prozent durch pränatale und frühe kindliche Einflüsse und nur 20 Prozent durch Sozialisation geformt werden, der sollte spätestens jetzt anfangen, Kandidaten über die Wissensabfrage hinaus umfassend zu prüfen.“, sagt Dr. Knaack.

Mitarbeiter kontinuierlich befähigen

Wie herausfordernd nicht nur die Personalauswahl, sondern auch die Personalentwicklung in digitalen Zeiten ist, veranschaulichte Andreas Jansen, Senior Vice President Global Human Resources bei der Jungheinrich AG. Er gab Einblicke in den Arbeitsalltag einer der weltweit führenden Anbieter von Gabelstaplern. Das Unternehmen beschäftigt global rund 18.000 Mitarbeiter, davon etwa 7400 in Deutschland. Die größte Herausforderung für Unternehmen sei es derzeit, Mitarbeiter zu befähigen, sich in einer permanent verändernden Welt zurechtzufinden, sagte Jansen. Bei Jungheinrich investiere man daher nicht nur kontinuierlich in Aus- und Weiterbildung, sondern auch in Forschung und Entwicklung. Getreu der bestärkenden Haltung des Firmengründers Dr. Friedrich Jungheinrich „Mach man!“, motiviere Jungheinrich seine Mitarbeiter bis heute, Ideen umzusetzen, sich auszuprobieren und in agilen Teams zu arbeiten. Zudem setze man innerhalb der Personalarbeit unter anderem auf virtuelle Teams, Abbau von Hierarchien, Veränderungsmanagement, Teamlernen, Prozesskultur, Führung als „enabler“, Transparenz, Flexibilität, Lean Thinking und Lean Management.

Ein Erfolgskonzept, das sich laut Dr. Rosenbach, Mitglied des Vorstands der Jungheinrich AG und Mitglied im Vorstand des IVH, auszahle. Das Unternehmen wachse weiter und werde das selbst gesteckte Umsatzziel von 4 Mrd. Euro in 2020 voraussichtlich schon in diesem Jahr erreichen. Das Know-how und die Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter sei die Basis für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens, der seit mehr als 60 Jahren währt.

Möglichkeiten und Grenzen richtiger Entscheidungen

Einen eindrücklichen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen von Entscheidungen in Zeiten von Big Data gab schließlich Gastredner Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Leiter ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen an der Universität Ulm, Hirnforscher und Bestseller-Autor.

Anhand vieler anschaulicher Beispiele machte er deutlich, wie clever Computer heute schon voneinander lernen und sich selbst weiterentwickeln. Und zwar in einem Tempo, dem der Mensch weder folgen noch den Datenaustausch nachvollziehen könne. Darüber hinaus zeigte Prof. Dr. Dr. Spitzer die Macht von Algorithmen auf, die Unternehmen wie Facebook und Google bereits heute nutzten, um Wahrnehmungen und Entscheidungen von Usern aktiv zu beeinflussen. Kommunikation in diesen Zeiten sei „hoch kreativ“ und gehe weit über das Sender-Empfänger-Modell einer Nachricht hinaus. Sein pointiertes Fazit: „Maschinen werden immer schlauer und Menschen immer dümmer.“ Dennoch blicke er zuversichtlich in die Zukunft. Künstliche Intelligenz innerhalb der Personalbeschaffung räumt er dagegen wenig Relevanz ein. Um wirklich valide und nachhaltige Personalentscheidungen treffen zu können, bedürfe es weiter der persönlichen Begegnung. Dies gelte insbesondere für Interviews bei der Besetzung von Führungspersönlichkeiten.

Eine Aufforderung, der die zahlreichen Gäste, darunter Vorstände, Geschäftsführer und Personalentscheider renommierter Unternehmen, gerne nachkamen und sich im Anschluss an die Veranstaltung zum Get Together trafen, um den Abend in lockerer Runde –„ganz analog“ – ausklingen zu lassen.

Neue Impulse durch wechselnde Themen

Der IVH-Themenabend ist eine Veranstaltung des Industrie Verband Hamburg e.V., zu der Mitglieder und Gästen mehrfach im Jahr eingeladen sind. Jede Veranstaltung steht unter einem neuen Thema. Weiter Infos auch unter: https://www.bdi-hamburg.de/